| Werbung vor 80 Jahren, Teil 2 |
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| Weit über Waldenburgs Grenzen hinaus bekannt war die Druckerei
Kästner, an der Ecke Altenburger Straße/ August Bebel Straße.
Das bekannte Schönburger Tageblatt wurde hier ebenso produziert
wie auch jede weitere Art von Drucksachen (siehe oben). Bis zu
Beginn der fünfziger Jahre wurden hier noch Druckerzeugnisse
hergestellt. Jetzt dient das Gebäude Wohnzwecken. |
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Wo jetzt das beliebte "Jeans-Eck" von Herrn Kämpf seinen Laden hat, befand sich bis in die fünfziger Jahre nebenstehendes Geschäft. Später war dann eine Zeit lang in den Räumen auch eine Altstoffannahmestelle untergebracht. |
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| Wie schon im ersten Teil dieser Aufstellung
angesprochen, gab es in Waldenburg eine große Zahl an
Gaststätten. Der Grünfelder Gasthof hatte sogar einen Saal, in
dem die beliebtesten Kapellen der näheren und weiteren Umgebung
zum Tanz aufspielten. Später hatten dann die Leuna-Werke ein
"Erholungszentrum" daraus gemacht. Heute befindet sich an dieser Stelle ein
Parkplatz. Einen besonders guten Ruf, besonders wegen seiner exzellenten Küche, hatte das Gewerbehaus von Arthur Wachler, welches von dessen Sohn Karl-Heinz in bewährter Tradition weiter geführt worden war. Praktisch zum "Inventar" gehörte die Köchin "Traudel", die ähnlich populär und beliebt war wie die Chefs selber. Nachdem Karl-Heinz Wachler aus Altersgründen Gaststätte und Hotel aufgegeben hatte, wurde das Objekt als "Kulturakademie" weiter geführt, allerdings nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach der Wende, nun nicht mehr als Hotel, sondern nur noch als Gaststätte betrieben, hatten sich verschiedene Pächter, mit mehr oder weniger Erfolg, versucht. |
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| Bleibt die Hoffnung, dass den mit
vielen guten Ideen gestarteten jetzigen Pächtern viel Erfolg
beschieden sein möge. Röders Gaststätte, ab den späten Fünfzigern auch als "Henne" bekannt, erlebte viele Unikums von Waldenburg, ist aber nicht mehr offen. |
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An das nebenstehende geschäftliche Unternehmen können sich nur noch ganz wenige der älteren Bürger erinnern. Seit der Nachkriegszeit nicht mehr existent. Es befand sich am Anfang der Teichgasse, unweit Röders Gasthaus. |
| Dort wo sich jetzt das Gebäude der Volksbank in der
Weinkellergasse befindet, befand sich über viele Jahrzehnte die
Fleischerei Ahnert. Etwas weiter unterhalb, in Richtung Markt und auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand sich eine weitere Fleischerei, die von Fritz Jäh. Beide Fleischerein wurden später von den Söhnen Werner Ahnert und Karl Jäh weiter geführt. Beide Betriebe hatten auch, wie früher üblich, etwas Landwirtschaft und die Felder befanden sich unterhalb des Roten Grabens, in Richtung Altweinhölzel. Fleischer Jäh war nicht verwandt mit der Fleischerei Jäh in der Altenburger Straße. |
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Direkt am Markt befanden sich auch zwei Hotels,
"Goldner Löwe" und "Deutsches Haus". Beide
Hotels wurden 1957 Opfer eines Großbrandes, wobei sie ohnehin
nur noch als Gaststätten dienten. Während im "Goldnen
Löwe" sich bis in die heutige Zeit diverse Geschäfte die
ehemaligen Gasträume nutzten, siedelte sich im "Deutschen
Haus" das noch jetzt bestehende Fotogeschäft an, dessen
Ursprung im unten stehenden Geschäft bestand. |
| Dies war eine kleine Auswahl an Geschäften und Unternehmungen,
wie sie sich 1925 in Waldenburg, anlässlich des Schützenfestes
darboten. Während einige Geschäfte und Betriebe sogar noch in
Familientradition weiter geführt worden sind und noch werden,
sind andere zwar noch existent, aber nicht innerhalb der
Familien. Wiederum andere Geschäfte existieren zwar noch, aber
haben sowohl das Sortiment wie auch den Eigentümer gewechselt.
Leider sind auch einige Unternehmungen und Geschäfte gänzlich
von der Bildfläche verschwunden. Möglicherweise ist dabei der jetzige Inhaber des obigen Fotogeschäftes derjenige, der am längsten im gleichen Geschäft in Waldenburg tätig ist (seit 1956) und dabei die "klassische Schiene" Lehrling, Geselle, Inhaber, durchlaufen hat. |
| Gewerbe 1925, Teil 1 | 31.05.05 | Homepage |