| Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.00-16.00 Uhr Samstag + Sonntag 9.30-17.00 Uhr Eintritt: Erwachsene 3,00 € Stud.+ Schüler 2,00 € Fotoerlaubnis: 2,50 € | ![]() Fürst Otto Victor, der Museumsgründer (Foto rechts) |
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| Eine der Sehenswürdigkeiten von Waldenburg in Sachsen ist das weit über seine Grenzen hinaus bekannte Heimatmuseum und Naturalienkabinett mit seinen vielen seltenen Exponaten. |
| Für Besucher ist das Museum leicht zu finden, da es schräg
gegenüber dem Haupteingang zum Schloss liegt und es auch nur ein paar Meter
Fußweg vom Markt, sowie vom zentralen Parkplatz im Lustgarten
sind. Unmittelbar vor dem Museum gibt es ebenfalls
Parkmöglichkeiten. Im Museumsgebäude
befindet sich auch das Büro vom Fremdenverkehrsamt der Stadt Waldenburg.
Eigentlich besteht das Waldenburger Museum aus zwei Museen - ein Teil ist überwiegend "heimatlich gefärbt" (im Erdgeschoss) und ein zweiter Teil, das Naturalienkabinett, beschäftigt sich mehr, wie es schon der Name sagt, mit Naturalien. Letzt genannter Teil bildete auch den Ursprung des heutigen Museums und ist wohl auch der bekanntere Teil. Die heimatlichen Exponate resultieren aus einer vom Waldenburger Gewerbeverein veranstalteten Sammlung mit Ausstellung von Exponaten der heimatlichen Geschichte. Diese Ausstellung wurde erstmals der Bevölkerung kurz vor dem Heimatfest 1904 im "Schönburger Hof" (heute Wohnhaus gegenüber der Teilschule am Kirchplatz) präsentiert und wechselte in den folgenden Jahren mehrmals seinen Ort der Ausstellung. Die Zusammenführung beider Sammlungen geschah erst in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts im Gebäude des heutigen Museums. |
![]() Museumsgebäude und Eingangsbereich, mit einem wunderschönen Modell vom Schloss ![]() |
![]() ![]() ![]() Alte Waldenburger Rathausuhr - Webstuhl - alte Waldenburger Töpferwaren (Fotos oben) Modell der alten Stadt - Gebrauchsgegenstände - Wetterfahne vom alten Rathaus (Fotos unten) |
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| Gründer des Waldenburger Museums war Fürst Otto Victor von Schönburg-Waldenburg. Seine humanistische Gesinnung, verbunden mit einem enormen Wissensdrang, veranlassten ihm zum Ankauf verschiedener naturwissenschaftlicher Sammlungen, die er auch der Allgemeinheit nicht vorenthielt. So |
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kaufte er 1840, nach langer
Verhandlung, eine als sehr wertvoll und umfangreich geltende
Sammlung des Leipziger Apothekers Linck. (linkes Bild). |
| Die
"Lincksche Sammlung", die wegen ihrer Vielseitigkeit
noch heute hoch geschätzt wird, gilt nicht nur unter
Fachleuten als sehr sehenswert. "Schep-en-Hor", die Mumie einer Ägypterin, ist sicherlich eines der meist betrachteten Exponate des Museums. Fürst Otto Victor erwarb die Mumie 1846 von einem Leipziger Einwohner. Das Alter der Mumie wird nach wissenschaftlichen Gutachten etwa aus der Zeit 500 vor Christi geschätzt. Der Zustand der Mumie ist erstaunlich gut, wie neuere Untersuchungen (Bild ganz rechts) zeigen. Es ist sicher kein Zufall, dass der Bau des Museumsgebäude in seiner jetzigen Form mit dem Bau des Fürstlichen |
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| Lehrerseminars, dem heutigen Eurogymnasium, zeitlich zusammenfiel. Von der Errichtung des
Museums konnte also auch die Ausbildung der Lehrer in den
naturwissenschaftlichen Fächern profitieren. Zum Schluss meiner kurzen Ausführungen über das Waldenburger Heimatmuseum möchte ich noch mit Hilfe einiger Bilder, aber ohne große Erklärungstexte, die Einwohner und Besucher der Stadt dazu "verleiten", bei Gelegenheit dieser sehenswerten Einrichtung einen Besuch abzustatten. Leider werden staatlicherseits die Mittel zum Betreiben und zur Erhaltung einer solchen Einrichtung immer mehr gekürzt. Zeigen Sie doch, dass durch ihren Besuch das allgemeine Interesse der Bevölkerung an derartigen Einrichtungen immer noch vorhanden ist und helfen Sie durch ihr (sehr moderates) Eintrittsgeld mit, das Waldenburger Museum am Leben zu erhalten. Das bekannte Sprichwort: "klein aber fein", ist für dieses Museum voll zutreffend. |
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Bitte beachten Sie doch auch die in gewissen Abständen
stattfindenden Sonderausstellungen, welche Sie im Museum erfragen können. So gab es vor einiger Zeit eine Sonderausstellung über die Klöppelkunst zu bewundern, welche vom Klöppelzirkel der Stadt
unter Leitung von Frau Schladebach vorbildlich gestaltet worden war.![]() |
| Quellen zum vorliegenden Museumsbericht waren die Broschüre zum Heimatfest der Stadt Waldenburg aus dem Jahr 1904, sowie Band 7 einer Serie "Sächsische Museen", Heimatmuseum und Naturalienkabinett Waldenburg. Letzteres Büchlein ist an der Kasse des Museums käuflich zu erwerben und sehr lesenswert. Alle Fotos stammen vom Autor. |