Die Stadt Waldenburg
im Siebenjährigen Krieg

Da Graf Albert Christian Ernst von Schönburg- Hinterglauchau vergeblich versucht hatte die Neutralität der Schönburgischen Herrschaften zu erreichen, kam es im Siebenjährigen Krieg ( 1756- 1763 ) auch im Schönburgischen zu Verwüstungen des Landes und zu Übergriffen gegen die Einwohner, welche vorwiegend durch die Durchmärsche von preußischen und österreichischen Soldaten ausgelöst wurden. Zur weiteren Belastung mussten die Herrschaften Zahlungen von Kontributionen leisten.

Soldaten in Waldenburg

Wie Fritz Resch in seiner Chronik berichtet, trafen am 03. September 1756 etwa 6000 preußische Soldaten in der Stadt ein. Diese standen unter dem Befehl der Generäle von Zassrow, von Hülsen und von Zieten, die für die Truppen volle Verpflegung forderten. Die Einwohner waren dazu allerdings nicht in der Lage, so dass die Leistung an alle benachbarten Ortschaften unter der Androhung von Feuer und Schwert ausgeschrieben wurde.

Jeder Bewohner eines Hauses war verpflichtet, zehn bis dreißig Mann, einschließlich der Pferde zu verpflegen. In einigen Häusern der Stadt wurden bis zu vierzig Mann untergebracht. Einen Teil der Soldaten quartierte man in der Altstadt ein, die Pferde brachte man in Scheunen, in den beiden Spritzhäusern, in Gärten und sogar auf den Friedhof unter.

Das Ende des Krieges

Am 15.02.1763 wurde der Krieg, mit dem Frieden von Hubertusburg, für beendet erklärt. Die Gesamtkosten für die Stadt betrugen ca. 19500 Taler (ohne Einquartierungskosten). Dennoch ließ Gräfin Karoline Henriette, die Mutter des Fürsten Otto Carl Friedrich, Brot backen und zusammen mit etwas Geld an die Einwohner der Stadt verteilen. Schon im Verlauf des Krieges hatte sie, durch ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu einigen preußischen Offizieren, oftmals Ermäßigungen für die Stadt erreichten können.

historische Stadtansicht von Waldenburg

Homepage Historie (2)