| Fürst Otto Carl Friedrich |
| Otto Carl Friedrich von Schönburg-Waldenburg
(1758-1800) wurde am 02.02.1758 auf Schloß Waldenburg als Sohn des
Grafen Albrecht Karl Friedrich (1710-1765) von Schönburg- Waldenburg
und seiner Gemahlin Friedericke Karoline Henriette, geb. von der Marwitz
(1720 - 1763), geboren. Da seine Eltern sehr früh starben wurde er einer Vormundschaft aus anderen Mitgliedern des Hauses unterstellt, kam aber gemäß dem letzten Wunsche seines Vaters zum Grafen Heinrich XXIII. Reuß nach Köstritz, der ihn mit 14 Jahren vom Hofmeister Georg Friedrich Ayrer unterrichten ließ. Ayrer war stets darauf bedacht die Aufmerksamkeit seines Zöglings auf das Gedankengut der Aufklärung zu lenken und ging nach dessen Studium an der Leipziger Universität und einer kurzen Reise an die Fürstenhöfe Dessau und Weimar, 1777 mit ihm auf große Kavalierstour. Hierbei bereiste der junge Graf mit seinem Lehrer neben der Schweiz, wo ein Treffen mit dem Gelehrten Lavater stattfand, auch Frankreich und England. Besonders fasziniert war Otto Carl Friedrich von den englischen Parkanlagen, so daß er sich in seinem eigenen Herrschaftsbereich später einen Jugendtraum erfüllte und in den Jahren 1780 - 1795 bei Waldenburg einen englischen Park namens " Greenfield " anlegen ließ. Am 29. 09. des Jahres 1790 wurde Graf Otto Carl Friedrich, bei der Kaiserkrönung Leopolds II. in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben. Dieses Ereignis war für das gesamte Haus Schönburg von größter Bedeutung und hat dessen Geschichte bis in die Gegenwart hinein nachhaltig geprägt. Fürst Otto Carl Friedrich selbst verstarb am 29.01.1800, im Alter von nur 42 Jahren auf Schloß Lichtenstein. Da er wohl schon früher hin und wieder über Herzprobleme geklagt hatte, wird als Todesursache heute ein Herzinfarkt vermutet. |
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Fürst Otto Carl Friedrich von Schönburg-Waldenburg