Der Grünfelder Park

In den Jahren 1785 bis 1795 ließ Fürst Otto Carl Friedrich den Grünfelder Park nach englischem Vorbild anlegen. Das Gelände umfaßt 108 ha und geht nahtlos in die angrenzende Natur über.

Kurz nach seinem Regierungsantritt im Jahre 1779, kaufte Otto Carl Friedrich den Gutshof des Altstädter Bürgers Michael Gumprecht und ließ ihn zu einem Lustschlosse umbauen. Dieses Lustschloß stand auf der großen Wiese an der heutigen Grünfelder Straße. Fürst Otto Viktor (1785- 1859), ließ es später abreisen und das heutige Schlößchen errichten. Vom Lustschlosse selbst sind daher nur noch ein Teil der Wirtschaftsgebäude erhalten.

Der Park, welcher der fürstlichen Famile als Sommersitz diente, spielte für das kulturelle Leben eine große Rolle. Oft fanden hier Konzerte und Theateraufführungen statt.

Von den einst so zahlreichen Bauwerken des Parkes haben jedoch nur wenige die Jahrhunderte überdauert. Einst existierten neben dem Bade- bzw. Gartenhaus, welches Otto Carl Friedrich für seine
Gemahlin Henriette errichten ließ, und der Hirschtränke noch eine Fischerhütte, ein Holländisches Landhäusschen, eine Einsiedlerhütte sowie ein Dianenbad.

Das Mausoleum ließ die Fürstin Henriette als Grabstätte für ihren bereits im Jahre 1800 verstorbenen Gatten errichten. Da man aber das Grundwasser nicht beseitigen konnte mußte Fürst Otto Carl Friedrich letztendlich doch in der Familiengruft unter dem Lichtensteiner Schloß beisetzt werden.


Das Badehaus in Grünfeld


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